#84 Das Gefühl für genug – zurück zum eigenen Maß | mit Ayurveda Ärztin Dr. Lisa Mandl
Shownotes
Wir wissen oft, was uns guttäte – und tun es trotzdem nicht. Warum eigentlich?
In dieser Folge spreche ich mit Ayurveda-Ärztin Dr. Lisa Mandl über das rechte Maß: an Stress, an Aktivität, an Nahrung. Und darüber, warum das Wissen allein nicht reicht – und was es wirklich braucht, damit wir wieder auf unser eigenes inneres Gespür vertrauen können.
Was du aus dieser Folge mitnimmst:
- Warum das richtige Maß nie eine feste Größe ist – sondern individuell
- Woran du erkennst, dass du längst über deine Grenze gehst
- Frühwarnzeichen, bevor der Kopf es wahrhaben will
- Warum wir Überaktivität oft für Fleiß halten – und wann aus Freude am Tun ein Getriebensein wird
- Weshalb reines Wissen im Alltag nicht ausreicht – und welche tieferen Prägungen uns am Innehalten hindern
- Wie Ayurveda und die Arbeit mit dem Nervensystem sich ergänzen, um an die eigentliche Wurzel zu kommen
- Konkrete erste Schritte: das Morgenritual, das ehrliche Innehalten und die abendliche Rückschau
Über meinen Gast: Dr. Lisa Mandl ist Ayurveda-Ärztin mit eigener Praxis in Salzburg. Ihr Schwerpunkt liegt auf den tieferen Themen, die unter chronischen Beschwerden liegen – dort, wo Körper und Psyche sich berühren. Mehr über ihre Arbeit: https://www.drmanzl-ayurveda.com/
Möchtest du dein eigenes Maß wieder besser spüren? Wirkliches Wachstum beginnt innen. Wenn du dein Business und dein Tun stärker aus deiner eigenen Natur heraus gestalten möchtest, statt einem fremden Ideal hinterherzulaufen, begleite ich dich gern dabei, deine Urnatur besser zu verstehen. Alle Wege, mit mir zu arbeiten, findest du auf https://www.feuerherdt.at.
Und wenn dich diese Impulse regelmäßig begleiten sollen: In meinem Newsletter teile ich Gedanken zu authentischem Marketing, Ayurveda und innerer Klarheit – https://www.feuerherdt.at/kontakt/#newsletter
Transkript anzeigen
00:00:00: Natürlich würde Ernährungsumstellung immer irgendwas auch verändern, was spürbar ist.
00:00:05: Aber quasi in der Tiefe gewisses Symptome eben diese chronischen Beschwerden würden davon relativ unberührt bleiben so.
00:00:20: Herzlich willkommen bei Verstehe Eier.
00:00:22: wieder verstehe dich mit mir Ursula Feuerhardt!
00:00:27: Wann hast du das letzte Mal gespürt?
00:00:29: Jetzt ist genug.
00:00:31: Fast jedes Ungleichgewicht beginnt ja dort wo wir das Maß verloren haben Zu viel, zu wenig.
00:00:38: Welche Zeit ist richtig?
00:00:40: Es ist gar nicht so leicht heute in unserer Überflussgesellschaft es zu beurteilen.
00:00:46: Das richtige Maß ist auch der Inhalt dieser Folge mit Dr.
00:00:50: Lisa Mandl, Aiwederärztin in Salzburg und zum zweiten Mal bei mir zu Gast.
00:00:56: Wir sprechen darüber woran du erkennen kannst dass du schon länger über deine Grenze gehst
00:01:02: Und
00:01:02: warum es uns so schwer fällt rechtzeitig innezuhalten.
00:01:06: Wir beleuchten außerdem, wie du wieder aus einer Fülle lebst stattständig aus deinen Reserven zu schüpfen.
00:01:12: Wenn Du lernen möchtest, wie Du das rechte Maß aus Dir herausfindest, dann ist diese Folge für Dich!
00:01:20: Ich freue mich, dass Du jetzt und heute hier bist und wünsch Dir viel Freude beim Herrn!
00:01:28: Herzlich willkommen Lisa!
00:01:29: Ich freu' mich, Dass Du bei mir im Podcast bist – zum zweiten Mal!
00:01:33: Hallo, so laut folgen wir auch sehr!
00:01:37: Erspannend das Thema in unserer heutigen Zeit.
00:01:41: Ich habe heute vor mir erst einen Termin mit einer Kundin gehabt, die hat für sich eine Fragestellung.
00:01:48: Wie schaffe ich denn die richtige Balance zwischen Pause und Aktivität?
00:01:54: Wie komme ich denn da in das richtige
00:01:56: Maß?
00:01:57: Und ihr erlebt es so dass das halt auch zunehmend schwieriger wird weil wir so viel im Ofer Überfluss haben, alles wird schneller.
00:02:06: Wir haben alles, wir haben viel Essen und viele Möglichkeiten.
00:02:11: Ich möchte mit dir darüber sprechen und deiner Ayurveda- Ärztin in Sicht auf das richtige Maß.
00:02:18: Und ich freue mich, dass du da halt mitdrinkst für uns!
00:02:21: Ja es ist schon ein ganz spannendes Thema was du gewählt hast und ich würde auch so erleben, dass es immer wichtiger wird sich die Frage zu stellen und sie diesem Thema persönlich oder allgemein zu widmen.
00:02:35: Also aus Ayurveda gibt es ja auch Worte für Matra, das rechte Maß.
00:02:43: Was wassten du da aus den vedischen Schriften zu dem Thema?
00:02:47: Man im Ayurveder dreht sich letztlich alles um das Thema Maas.
00:02:52: also man würde vielleicht nicht das Wort an sich so verwenden sondern hat eher das innere Gleichgewicht oder Balance.
00:03:00: Aber eigentlich dreht sich ja alles darum, dass das sehr individuell ist.
00:03:05: Das finde ich eben so wichtig und es ist oft diese Diskrepanz, die er lebt in der heutigen Zeit, wo wir auch im guten Sinne so viel Angebote kriegen um uns zu unterstützen den verschiedensten Lebensbereichen und was die Gesundheit angeht.
00:03:21: Aber da rauszufinden, was ist das individuelle Richtige?
00:03:26: Und vielleicht auch richtige Maß für mich.
00:03:29: Ich glaube, das ist die hohe Kunst wo im Eiweder – das finde ich auch so schön letztlich wenn man sich diesen Weg auch tiefer zuwendet eigentlich dann auch wirklich wie ein eigenes Gespür oder Körper-Weisheit Intelligenz entsteht dass man es auch viel klarer und schneller rausfiltern kann aus all den Dingen die uns halt so begegnen was für mich stimmig ist und richtig ist.
00:03:56: Und auch das ist ja nicht immer gleich, sondern da fließt so viel mit ein, ob es die Jahreszeiten sind in welcher Lebensphase man ist.
00:04:06: Ich finde einfach so wichtig dieses Individuelle dabei zu betonen mit allen Blickwinkeln wie man darauf schauen kann.
00:04:17: Wenn du jetzt an deinem Praxis denkst, wo in welchen Lebensbereichen erlebst du am meisten das richtige Maß nicht gefunden wurde und dass es deswegen zu einem Ungleichgewicht kommt oder Krankheit sogar?
00:04:33: Also schwer zu sagen.
00:04:36: Die zwei, die man sofort einfallen würden ist einerseits das Thema Arbeitberuf also quasi Aktivitäten, die einfach auch stattfinden müssen, die wir jetzt nicht zwingend freiwillig als Hobby wählen so Und das andere wäre die Ernährung.
00:04:52: Also, das wären so die zwei Bereiche, die wir jetzt am schnellsten einfallen würden, dass es da sehr oft um dieses Thema geht und eben auch zu sehen wie schwierig ist.
00:05:01: Wir können ja mental dran gehen und im Alltag ist es aber dann trotzdem schwer umzusetzen in einem gewisse Dinge Bewusstsein und man weiß an welchem Mai wieder gibt's ja so viele im guten Sinne wie soll ich sagen, Empfehlungen oder was man halt so mitgeben kann und was man sie halten kann, woran man sich orientieren kann.
00:05:21: Und viele Menschen wissen das ja mittlerweile weil dieses Wissen hier auch immer breite uns zur Verfügung steht.
00:05:27: aber das alleine ist es ja dann nicht was es entscheidet im Alltag dass wir das dann schafft wirklich umzusetzen.
00:05:34: und genau in den zwei Bereichen würde ich sagen es ist am auffallendsten.
00:05:39: Du bist ja gerade selber in einer recht intensiven Ausbildung zu Traumotherapie Kommt das aus der Ecke, was du gerade angesprochen hast.
00:05:50: Wir wissen es vielleicht intellektuell, was uns gut täte aber das dann umzusetzen ist schon immer eine andere Nummer?
00:05:57: Genau also das war auch einer der Gründe warum ich das so für mich zusätzlich noch als Weg oder Ausbildung gewählt habe zum Ayurveda was ja eh schon so viel abdeckt.
00:06:06: letztlich weil ihr immer wieder raus gefunden habt dass nur Dinge zu wissen mental eben nicht dazu führt, dass wir es auch umsetzen können.
00:06:15: Und das oft gibt ja unterschiedliche Gründe aber das oft in der Tiefe gewisse Dynamiken-Muster sind die das dann auch verhindern obwohl wir's wissen.
00:06:25: also jetzt konkret ein Beispiel wir wissen dass ist eine gute spät am Abend noch große Mengen schwerverdauliches zu essen.
00:06:33: und trotzdem gibt's Menschen die das Wissen einfach nicht anders umsetzten können und meistens ist es nicht wie ihr Mangel an Disziplin, sondern da steckt ja auch noch mal was dahinter.
00:06:43: Da steht es für das zu tun und sich zu belohnen, sich zu beruhigen wie auch immer.
00:06:49: Und da einfach noch mal tiefer zu schauen, weil es sonst ... je nachdem, wie's am Grad geht oder die Lebensphase ist nicht umsetzen lässt aber nicht, weil derjenige was falsch macht weiß halt einfach nicht geht, weil in der Tiefe ein ganz anderes Muster zugrunde liegt.
00:07:08: Da trifft sie auch wieder Ayurveda mit dieser traumatderebautischen Ausbildung, dass man immer versucht an die tiefste Wurzel und die Ursache zu gehen.
00:07:17: Um dann auch wieder Heilung oder Gleichgewicht herstellen zu können.
00:07:23: Super spannend!
00:07:26: Wie würdest du da aus Ayurvedersicht draufschauen?
00:07:29: Oder das Thema angehen und aus der traumatderapeutischen Sicht wie geht es dir an?
00:07:34: Das Thema Maß?
00:07:36: Ja, überhaupt so darunter legende Themen.
00:07:39: So
00:07:39: wie man es sich dem annähert?
00:07:40: Meinst du so?
00:07:44: Also als ayurvedischer Sicht würde ich auch sagen dass das nix ist oder wo die wenigsten damit einsteigen sondern man beginnt ja oft einfach mal am Körper hat gewisse körperliche Beschwerden und so kommt man dann vielleicht zum Ayurveda und irgendwann entdeckt man dann glaube ich auch Ja, einfach etwas Tieferes sozusagen in dieser ganzen Philosophie ja letztlich atmet und ein natürliches Interesse dann vielleicht auch mehr für sich entsteht.
00:08:17: Für den Körper letztlich die ganzen Naturgesetze.
00:08:21: also wir sind ja eingebunden in was größere so Mikromakrokosmos und das einfache Interesse besteht, sich selber mehr zu verstehen.
00:08:30: und auch im größeren Ganzen wie sind wir da eingebunden?
00:08:34: Wie können wir nicht nur im Gleichgewicht mit uns leben sondern halt auch mit der Natur, mit den Menschen.
00:08:42: Genau also das würde ich doch jetzt einmal so aus dem Ayurveda sagen.
00:08:47: Traumotherapeutisch Ja, auch mein.
00:08:50: der Weg den ich da für mich gewählt habe.
00:08:53: Der ist sicher noch einmal spezieller sonst würde man ja viel momentan aus diesen Regulationsprinzipien rausgehen.
00:09:02: also dass man immer versucht um herauszufinden bin nicht reguliert?
00:09:07: wenn nicht bin ich eher quasi in einer Überreaktion oder Überreizung oder sogar schon in einem Erschöpfungszustand.
00:09:15: und wie gehe ich damit um?
00:09:19: Tag finde ich jetzt tatsächlich, so wie das zumindest in der allgemeinen Traumotherapie erlebt.
00:09:26: Nicht so viel da immer in die Kindheit zu schauen, sondern es kommt ja sowieso auf indem man auch diesem Thema oder sich selber zuwendet.
00:09:37: aber dann würde man sozusagen nicht versuchen über Fragen immer tiefer in die kindheit einzutauchen genau und bei dem wir Denn ich will jetzt auch nicht drum, da die Biografie an sich hervorzuholen.
00:09:53: Sondern ... ja, letztlich ist es schon so eine Art, dass die Biographie sich aus dem Innen heraus wie mehr erschließt.
00:10:01: und dann geht's aber schon darum in der Biografi gewisse Ordnung wiederherzustellen.
00:10:07: So kann man das vielleicht sagen als ich mir grad die Dumme immer nicht zu tief eintauchen, aber irgendwie ein bisschen Einblick geben.
00:10:14: Als Kinder sind wir oft in einer U-Macht sozusagen, weil wir abhängig sind von unseren Bezugspersonen.
00:10:23: Und das führt dann je nachdem was wir erlebt haben zu gewissen Wunden die im späteren Lebenssicherheit auf eine Art und Weise zeigen zum Beispiel an gewisse Symptome wie wir es vorher gesagt haben.
00:10:36: Zum Beispiel am Essen dass man damit etwas reguliert wo es aber eigentlich eine tiefere Wurzel hat.
00:10:44: Und da geht's eben schon darum, diese biografische Situation mehr noch einmal wie Ordnung ein Gleichgewicht reinzubringen, damit sich dann auch was befrieden kann und das dann auch im jetzigen Leben sich so befriedet, dass man gewisse Dinge nicht mehr tun muss, sondern eine Wahl bekommt zu können.
00:11:03: am Abend schwer essen, aber muss es auch nicht.
00:11:06: Das ist nicht nur aus der Disziplin heraus, sondern aus einer Freiheit vielleicht mehr.
00:11:12: Schöner
00:11:12: Blick.
00:11:14: Du hast gerade schon in die Richtung gesprochen, Aktivität und Stress?
00:11:20: Wie ist denn da die Eier wieder sich drauf?
00:11:24: Es gibt ja nicht.
00:11:25: oder auch aus moderner schulmedizinischer Sicht es ist ja nicht jeder Stress schlecht wir haben ja durchaus auch den positiven Stress der uns belebt aber auch den, der uns runterzieht.
00:11:38: Wo ist denn da die Grenze zwischen gesundem und schädlichem Stress?
00:11:42: Und wie erkennt man die?
00:11:45: Also auch wieder da würde ich sagen sehr individuell.
00:11:47: deswegen ist es ja auch so schön wenn wir sich kennen lernen davon das ayuridische Sicht eben auch wirklich seine Konstitution kennt oder sich selber da einfach tiefer kennt, dass das was individuell ist.
00:11:59: Und das finde ich eben auch in der heutigen Zeit so schwierig weil es gibt ja wie ein Ideal mit dem wir alle irgendwie nachstreben und wenn wir dann nicht reinpassen, dann ist schon mal schwierig.
00:12:09: Dann müssen wir uns einfach sehr anstrengen und dann glaube ich entsteht manchmal aus vielleicht doch einer guten Motivation heraus irgendwann dann überfordern oder ja, dass man dann einfach zu sehr über seine Grenzen beginnt drüberzugehen Genau, und ich glaub da einfach für sich so rauszufinden wo steht er?
00:12:31: Und auch da gibt es jetzt zum Beispiel bei uns Frauen zu verstehen dass das ja auch im z.B.
00:12:36: ein Zyklusphasen abhängig ist wie unser Energielabris unter einfach so fließender mitgehen zu können und dass es eben nicht einfach funktionieren wird um irgendwie ideal gleichzuwerden oder halt einfach immer noch mehr leisten zu können sondern dass es auch in Abstimmung ist mit dem eigenen inneren Rhythmus.
00:12:59: Und ja, und das sehe ich halt schon, dass wir einfach so eine Leistungsgesellschaft sind wo dann eigentlich aus einer Freude an einem tun, an einem schaffen irgendwann dann wirklich weil's immer mehr wird uns eigentlich sie gar nicht mehr gut anfühlt immer mehr zu tun dann irgendwann wie so funktionieren oder getrieben sein entsteht und im schlimmsten fall dann halt auch wirklich dazu führt, dass man die Freude an was verliert.
00:13:26: Was eigentlich am immer Freude gemacht hat oder für einen dann auch irgendwann gar nicht mehr Sinn macht weil es halt nur mehr aus diesem Funktionieren rausgeht.
00:13:36: Und dann erlebe ich halt auch oft das wir dann mit der Mit so sagen dass wir jeden tag ein gewisses maß an energie zu verfügung haben und dass wir dann auch quasi mehr brauchen, als wir eigentlich zur Verfügung haben und dann auch immer wie aus unseren Reserven schöpfen müssen.
00:13:54: Und das führt halt dann auch genau immer mehr in einer Schieflage und dann wird eigentlich aus einem Eu-Stress also was uns Freude macht und gut und unter gute Aktivierung ist, dann halt irgendwann wirklich zu Überforderungen oder im schlimmsten Fall dann halt wirklich zu Burnout und auch Schöpfung.
00:14:11: Du hast jetzt gerade gesagt, dass ein mögliches Symptom ... Dass man die Freude an was verliert, das eigentlich immer freutvoll war.
00:14:18: Was werden denn andere Anzeichen dir hinweisen?
00:14:21: Oh, da ist aber der Stresslevel vielleicht doch zu hoch!
00:14:26: Also körperlich, da würde ich auch wieder sagen ganz individuell wie jemand reagiert.
00:14:30: Manche reagieren dann schnell auch über dem Körper.
00:14:32: Das wäre jetzt ganz klassisch ausmache, weder die Vatersymptome, dass man vielleicht merken wir es angespannter, gereizter.
00:14:41: Man schläft nicht mehr so gut, man ist nicht mehr belastbar.
00:14:44: Vielleicht auch das Immunsystem, dass man merkt, okay, man schnappt immer schneller was auch alle Art von Verdauungsbeschwerden.
00:14:52: also das wäre jetzt auf der körperlichen Ebene eben auf der psychischen Ebene, dass wir dann einfach vieles auch Sorgen macht ängstlich oder auch halt gereizt und genervter wird.
00:15:03: Was auch für mich ein ganz klares Zeichen ist wenn Menschen mir erzählen, dass sie es auch nicht mehr erholen Also, dass dann zum Beispiel eine Wochenende wo sie sonst am Montag wieder ganz erfrischt in die Arbeitswoche gehen.
00:15:16: Ist auch überhaupt nicht mehr holen und im Extremfall dann auch ein Urlaub nicht mehr ausreicht um sich zu erholen sondern man einfach schon so in einem niedrigen Bereich oder vielleicht sogar Minusbereich drin ist das alles nicht mehr Ausreicht Um halt wieder in seine normale Kraft oder ins Gleichgewicht auch wieder gut reinfinden zu können.
00:15:36: Was denkst du?
00:15:37: Was ist der Grund, warum uns das dann so schwer fällt, das zu erkennen dieses Muster und wenn sich da eigentlich immer mehr akkumuliert.
00:15:46: Und es geht uns schlechter was folgt uns so schwer irgendwo die Handbremse zu ziehen.
00:15:52: Ich glaube da sind wir wieder da wo wir vorher gesprochen haben dass es halt auch Gründe gibt warum.
00:15:58: Einerseits ist es aus unserer Gesellschaft, dass wir so erzogen sind wie wichtig Leistung ist und dass es dann auch ganz schwierig ist sich einzugestehen wenn das nicht möglich ist so viel zu leisten wie von einem vielleicht erwartet wird oder von einem selber ja dann auch irgendwann erwartet werden.
00:16:15: Und dann sind das einfach auch Prägungen die wir durch unsere Eltern, durch unsere Erziehung mitkriegen.
00:16:24: für manche hängt ja so viel mehr dran, da ist ja Arbeit oder die Anerkennung, die man dadurch kriegt wirklich sowas Wesentliches um jetzt zum Beispiel jetzt ganz überspitzt gesagt es seinen Wert, seinen Sinn darin zu finden.
00:16:41: und wenn man dann merkt okay das funktioniert nicht mehr so.
00:16:44: Dann ist das natürlich nie zur einfacher Entscheidung dann zu sagen ok dann mach auch mal weniger oder nehme auch mal raus, weil da so viel mehr dran hängt als nur ob Arbeit erledigt ist oder halt nicht erledigte oder weniger erledigen.
00:17:01: Das heißt diese Überaktivität oder das was wir uns daraus holen, das ist ja etwas ganz essentielles wo man gelernt haben kann es ist etwas näherendes aus meiner Biografie heraus oder?
00:17:16: Ja, dass wir ... So gab es keine viele.
00:17:18: Dass man in der Schule gut war und war so toll!
00:17:22: Und dass man einfach Anerkennung im Liebe-Zuwendern kriegt, indem wir halt leisten und tun.
00:17:29: Dann sind wir alle auf Art und Weise mehr oder weniger in diese Richtung geprägt.
00:17:35: Für manches ist das wirklich was ganz essentielles oder existenzielles, dass da so viel dran hängt?
00:17:42: Und manche sind ja vielleicht ... nicht so stark geprägt, dass es dann auch möglich ist sich den Lebenssinn oder eine gewisse Zufriedenheit außerhalb von dem Leisten und Tun holen zu können.
00:18:02: Es ist ja bei uns halt also das die Petertypen sind ja die Hochangesehene, die Leistungstypen, die immer powern Es gibt ja auch ganz viele, die sind wirkliche Arbeitsjunkies.
00:18:16: Wie kann man denn für sich unterscheiden, ich mache das jetzt noch aus der Freude heraus oder ist es schon wie ein Ort sucht und ich kann eigentlich gar nicht mehr anders?
00:18:27: Ich glaube auch was du gesagt hast immer wieder die Frage zu stellen habe auch noch eine Wahl also Und grade bei den wirklich starken Bittertypen, falls man wieder auf das die dann auch ... Ich glaub für dieses Grundsätzliche nicht so einfach, wirklich einmal zu Ruhe zu kommen und mal wie so innezuhalten oder langsamer zu sein.
00:18:47: Aber wenn man dann irgendwann gar Kaval mehr hat, sodass man wirklich merkt selbst im Urlaub am Wochenende wo es jetzt eigentlich keinen Druck gibt besonders schnell zu sein oder besonders effektiv zu sein dass es dann gar nicht mehr möglich ist, einfach mal sagen jetzt am Strand zu sitzen und das Meer zu beobachten.
00:19:08: Und einfach schönes sich aus diesem Muße tun oder nichts tun rausholen zu können.
00:19:14: Sondern man merkt, es geht gar nicht mal so.
00:19:16: Man ist einfach in so einer Dauerschleife drinnen, dass man selbst wenn man will, gar nicht einmal wirklich aussteigen kann.
00:19:24: Das wäre für mich was, wo das ganz klar merkbar ist oft eben auch, wenn's wieder so das Traumotherapeutische reinbringt.
00:19:34: Ist es ja auch wie ein Flucht von uns selbst?
00:19:37: Also dass wir ja auch manchmal eher in diesem Innerhalt oder langsamer werden mit was in Kontakt kommen, was dann auch unangenehm sein kann.
00:19:48: Weil wenn wir uns ständig beschäftigt hatten, stellen sich auch gewisse Fragen gar nicht zu und dass wir dann vielleicht auch etwas in Kontakt haben muss schwierig ist und dann bleibt man lieber im Tun und machen, weil man sich damit keine konfrontieren muss.
00:20:04: Ja wenn du jetzt bei den Zuhörerinnen, das sind ja viele dabei die selbstständig sind, wenn du zumal jemanden vor dir sitzen hättest als Patientin wo du merkst oh die müsste mal dringend ein bisschen ruhiger machen was würdest du da sagen oder empfehlen?
00:20:26: Also ich denke, was wahrscheinlich zu großer Schritt ist, dass man es auch dann wirklich einmal rausnimmt.
00:20:32: Also in seltenen Fällen empfehle ich das dann auch wenn ich noch wirklich merke okay das ist jetzt auch wirklich aus gesundheitlichen Gründen wichtig.
00:20:39: aber sonst glaube ich können auch diese kleinen Schritte, dass mal einfach auch einmal versucht, Tempo zu reduzieren oder bewusst auch... Pausen einzuplanen.
00:20:50: Es ist ja auch auf Tische so verboten, dass man untertags einfach mal eine kurze Pause macht und mit solchen Dingen beginnt und dann halt auch ehrlich mit sich ist was geht es überhaupt?
00:21:02: Und wenn noch einmal langsamer mach oder Pause mache wie ist das für mich?
00:21:07: Was passiert da in mir?
00:21:09: Ist es dann auch etwas, was auch wieder als Ressource nehmen kann also im Sinne von Dass auch wir näher kommen, dass ich auch wieder spüre, was ich brauche Oder ist es eigentlich nur schwierig, weil halt dann so viel Unruhe oder Gedanken oder eben dieses Unwohlsein vielleicht auch entsteht?
00:21:29: Wie geht's dann weiter wenn man jetzt wirklich merkt für mich ist das so schwierig.
00:21:34: Ich will gar keine Pausen machen, ich fühle mich schlecht dabei.
00:21:39: Also wenn das nicht gehen würde also wenn man merkt okay es geht einfach gar nicht langsam oder pausend zu machen Ja, dann kann man natürlich auch.
00:21:48: Also letztlich doch gewisse sehr auch wieder bei der Meditation.
00:21:51: Manche können stille Meditationen, atmen Meditation geht gar nicht.
00:21:55: und dann wird man halt zum Beispiel mit Entspannungsmusik, dass man es auch als Hilfsmittel holt um überhaupt wieder Referenz zu kriegen oder wie so eine Brücke zu bauen, wie das sein kann wenn eben das Nervensystem sozusagen wieder bis sie runterfahrt.
00:22:11: Und da findet sie dann auch Hilfsmittel gut.
00:22:13: oder dass man sagt im Yoga danach, also wenn er diese ganzen Assanas macht.
00:22:18: Dann bin ich noch beschäftigt auf eine Art und Weise aber komme mir dabei auch näher fühlen.
00:22:22: Macht danach vielleicht wieder zentrierter Wohler?
00:22:26: Dass man dann auch so Möglichkeiten nutzt in dem Wissen das es halt wirklich ein Brücke ist die man baut, dass es dann auch wieder ohne Hilfsmittel möglich ist Aber auch das zu nutzen.
00:22:39: Da gibt's ja eh so viel Meditationstechniken sehen, wo man dann weiß auch nicht mit Mantren, mit Musik.
00:22:47: Mit Yoga ... Genau so dass der Geist auf
00:22:51: kleinere Schritte zurückgreifen.
00:22:52: Genau das der Geists sinnvoll beschäftigt ist sozusagen.
00:22:56: Ja okay
00:22:57: Nervensystem und Trauma das ist ja ihr habt es gerade schon angesprochen.
00:23:01: du machst gerade Ausbildung bei Maria Sanchez.
00:23:04: was hat die denn selber da eingezogen?
00:23:07: Und Was ergänzt sich da, dass du es vorher auch kurz erwähnt, wie du das mit dem Ayurveda zusammenbringst?
00:23:14: Warum war das für dich jetzt spannend, das noch dazu zu nehmen und zu lernen?
00:23:20: Also bei mir in der Praxis wirklich viele chronische Erkrankungen sind.
00:23:25: Und auch irgendwann gemerkt hab... Das war am Anfang, als ich begonnen habe mit Ayurveder gar nicht so stark, dass dann diese herkömmlichen Empfehlungen, die sonst immer sehr gut wirken und ihr auch so Freude macht, zu sehen.
00:23:39: Da verändert es auch was den Menschen geht's besser.
00:23:41: die können diese Dinge für sich dann auch im Alltag umsetzen anwenden.
00:23:45: dass auch dann immer gemerkt habt komisch das funktioniert gar nicht so wie ich denken würde.
00:23:50: dass ist eigentlich Unterstützung bringen müsste.
00:23:56: So Tagesroutinen oder Ernährungsempfehlungen oder wovon sprichst du jetzt?
00:24:01: Was die Menschen heute nicht mehr so umsetzten können teilweise
00:24:04: Genau, alles.
00:24:07: Also letztlich natürlich würde Ernährungsumstellung immer irgendwas auch verändern was spürbar ist aber quasi in der Tiefe gewisses Symptome.
00:24:15: eben diese chronischen Beschwerden würden davon unberührt oder sagen wir relativ unberührt bleiben so.
00:24:22: Genauso natürlich merken die gewisse Vorteile oder Dinge die sich heute an Verbesserungen durchdessen dieses chronische Symptom, was auch immer das dann ist.
00:24:33: Würde sich viel zu wenig dadurch verändern?
00:24:35: Ob es eben Ernährung und Lebensstil ist, gewisse Kräuter kann ja alles sein.
00:24:41: Therapeutische Anwendungen im Eier weder hoch.
00:24:43: Dann einfach merkt irgendwie, greift es nicht.
00:24:46: Also wenn das gegenüber das wirklich umsetzt, wo ich merke, es gibt's gar nicht.
00:24:50: Das ist einfach zu wenig Veränderung für das, was man an Impulsen reingibt.
00:24:56: Und da war dann für mich klar, okay, da muss irgendwie ... in der Tiefe noch mal was anderes sein.
00:25:02: Die Ursachen nochmal tiefer legen das mit den Maßnahmen, die man bis jetzt gesetzt hat da einfach nicht ausreichend rankommt und ich bin dann schnell bei der Psyche gelandet.
00:25:14: und halt bei der psyche sind wir am stärksten geprägt mit dem, was wir zu den ersten Lebensjahren erleben und aus dem heraus kommen auf so starke Prägungen ... die wir dann zwar im Alltag merken oder halt auch im Extremversicht über gewisse Symptome zeigen, eben über chronische Symptone.
00:25:34: Aber uns gar nicht mehr bewusst ist was da eigentlich passiert?
00:25:38: Woher das kommt und warum wir Dinge so auf eine gewisse Art und Weise tun, auch wenn es dann vielleicht gar nicht nur förderlich für uns ist.
00:25:47: Kann der Saggrund sein, warum wird das Gefühl für das richtige Maß verlieren?
00:25:54: Ja, das würde ich doch auf jeden Fall auch sagen.
00:25:59: Und diese innere Sicherheit oder eine Fähigkeit zu sagen, jetzt ist es aber genug.
00:26:08: Was braucht's denn dafür?
00:26:11: Ja auch da glaube ich das viel dieses innere Gespür auch wieder für sich braucht Und manche Menschen spüren das ja auch, würde ich sagen.
00:26:22: Das ist vielleicht auch deine Erfahrung.
00:26:23: aber je näher man es wieder kommt, desto mehr spürt man ja auch was ist gut?
00:26:28: Was ist das richtige Maß?
00:26:31: Wo ist jetzt zu viel?
00:26:32: Wo braucht's Pausen?
00:26:35: Aber das dann auch umzusetzen, das ist für manche und da wird auch wieder sein, kommt diese Prägung so stark mit rein, dass wir zwar merken, okay, jetzt brauchts ein Nein erstoppt, was auch immer Und es ist uns dann aber nicht möglich, das umzusetzen.
00:26:48: Weil's halt Dynamikenmuster in uns gibt, die das gar nicht zulassen.
00:26:52: Wo das vielleicht total verboten ist, um den anderen nicht zu verletzen oder was auch immer für Gründe dahinterstehen, warum man dann allein gar nicht äußern kann oder sich rausnehmen kann oder mal Pause zugestehen kann und wenn diese Prägungen eben so stark sind, dann kommt man da jetzt nur mental ... nicht raus sozusagen indem man sich das einfach nur vornimmt.
00:27:18: Also rein intellektuell ist zu wenig?
00:27:21: Ich glaube auch ein erster Schritt, aber dann halt manchmal auch die Erkenntnis oder auch die Frustration mir ist es bewusst ich kann's aber nicht anders und dann zu sehen okay da ist jetzt nicht was was mal falsch macht sondern dass einfach die Ursache die Würze noch mal tiefer warum es dann einfach auch nicht möglich ist obwohl wir eigentlich das Will und auch spürt, dass es wichtig wäre so.
00:27:46: Mhm.
00:27:49: Und wenn jetzt jemand spürts ... Ich find das super schwer, das richtige Maß zu halten.
00:27:54: Ich merke immer wieder in an zu vieler Arbeit oder Aktivität oder am Jahr sagen was ich alles zusage im Leben anderen helfen oder soweit Was wird da ein erster kleiner Schritt um mehr Bewusstsein zu kriegen?
00:28:12: Also glaub dieses Mit sich ehrlich sein, noch findest du es so.
00:28:17: Was ganz schwierig ist.
00:28:18: aber das wäre für mich ein ganz wichtiger Schritt und ehrlich gar nicht im Sinne von das zu werben sondern einfach nur mal mit einer gewissen Offenheit oder Interesse hinzuschauen und mitzukriegen.
00:28:33: Aber schau da auch Entscheidungen troffen die waren ja gar nicht gut für mich und irgendwie hat's vielleicht auch eine Stimme in mir gegeben, die mir das eh schon irgendwie ... versucht hat zu sagen.
00:28:45: Und du konnt einfach nicht nein sagen oder kannst nicht anders entscheiden, also da einfach wie ... ehrlicher hinzuschauen oft am Anfang so lernochte es eben auch in meiner Ausbildung in der Rückschau.
00:28:59: Also dass man eher quasi im Nachhinein gewisse Situationen noch mal durchgeht und mit einem ehrlichen Interesse schaut, warum konnt doch da eigentlich nicht Nein sagen?
00:29:08: Auch war müde, das waren wir zu viel Aber es ging einfach nicht.
00:29:12: und einfach wirklich zu erkunden, was war's denn?
00:29:15: Warum kann doch nicht einfach Stopp oder Nein sagen.
00:29:18: Und aus dem so wie du es gesagt hast entwickelt sich dieser Bewusstseinsprozess, dass es uns einfach schneller bewusst wird und durch dieses Sich mehr kennenlernen und innerlich erforschen dann auch diese freie Wahlmöglichkeit auch immer mehr zur Verfügung steht.
00:29:40: Hast du da Empfehlungen, wie man diese Rückschau machen kann?
00:29:44: Würdest du empfehlen das regelmäßig einzuplanen oder schriftlich zu machen.
00:29:49: Oder im Austausch oder was empfiehst du denn?
00:29:53: Also auf jeden Fall weil wir glaube auch einfach oft Dinge beginnen zu vergessen und wenn es dann wieder gut läuft.
00:30:00: Deswegen werden wir so das wie sehen können wie ja keine Ahnung Muskeldreding oder so.
00:30:04: dass muss auch wirklich an gewohnt gewisse Dinge halt einfach regelmäßig zu tun.
00:30:09: Da wäre ihm die Rückschau so was, dass man eben auch im Winterabendwürdes gut anbieten sozusagen.
00:30:13: Manchmal wenn man am Abend viel zu müde ist kann man vielleicht auch am nächsten Tag in der Früh oder so den Tag noch einmal Revue passieren lassen also den Vortag.
00:30:21: aber das dass man sowas wirklich angewöhnt und im Medialfall hat nicht als weiteres to do sondern wirklich als Interesse an uns selber weil wir uns wichtig sind und einfach auch tiefer kennenlernen möchten
00:30:37: Was heißt denn für dich persönlich, im richtigen Maß zu leben?
00:30:43: Schon dieses tiefere Verständnis von mir selber.
00:30:48: Also im Sinne von wer bin ich denn also neben all den Prägungen und was uns halt auch ausmacht wo... ...was wir wie zu uns genommen haben als Teil von uns aber vielleicht uns in der Tiefe gar nicht mehr entspricht also da wirklich wieder zurückzufinden zu diesem eigenen inneren Rhythmus oder Gleichgewicht, dann würde ich sagen aus dem heraus auch wirklich das Leben so zu gestalten.
00:31:18: Oder immer mehr in eine Art von Entfaltung zu gehen die diesem inneren rhythmus auch entspricht und gleichzeitig auch diese Flexibilität zu haben.
00:31:28: also weil wir auch das Thema Nervensystem ja auch immer wieder drin gehabt haben dass im Idealfall Wir ja auch flexibler werden, wenn das Leben ... Weil wir können nicht alles planen.
00:31:39: Manchmal stellt uns das Leben auch Dinge rein.
00:31:41: Da hätten wir den Tag vielleicht sehr entspannt eingeteilt gehabt und auf einmal sind halt so viele Dinge mehr.
00:31:47: Also dass uns sowas dann... Nicht gleich aus der Mitte wie rausholt, sondern dass auch eine Flexibilität entsteht, damit umzugehen.
00:31:55: Das wär glaub ich für mich so ... Mich zu kennen nach diesem eigenen Innernrhythmus mehr und mehr mein Leben zu gestalten, aber auch flexibel zu sein.
00:32:05: Wenn mir das Leben halt auch andere Dinge reinstellt, dass es dann auch möglich ist damit zu gehen.
00:32:12: Das muss ja kein Dauerzustand sein, aber manchmal ist es halt so.
00:32:15: Was hast denn das für dich im Alter jetzt noch deinem Rhythmus zu leben?
00:32:20: Was hat sich in Deutschland verändert mit deiner Bewusstheit in der Richtung?
00:32:27: glaubt dieses immer wieder innehalten, also das wäre auch das was auch gern mitgeben wird.
00:32:32: Also vielleicht muss es gar nicht innehalten sein sondern einfach manchmal auch langsamer sein zu dürfen.
00:32:38: Das ist ganz stark, weil ich auch so oder bin wahrscheinlich noch immer sehr leistungsorientiert und da merke auch schon ein Unterschied dass es mir möglich ist mein Tempo bewusst auch wieder zu verringern Und auch immer wieder untertags reinzuspüren, wie geht's mir eigentlich grad?
00:32:57: Wie ist mein Energielevel.
00:32:59: Hab auch Hunger, hab auch Durst ... Also es hat Extremzeiten geben zum Beispiel im Krankenhaus wo man ja so getrillt wird dass man am Endeffekt gar nicht mehr isst und nicht mehr trinkt und also einfach nur mehr am Tun ist.
00:33:11: und da merke ich das hat sich total verändert, dass ich das auch da einfach ein viel schnelleres und besseres Gespür habe und das auch untertagsmittkrieg Und nicht erst am Abend merke, oh, heute war es wieder zu viel oder heute war eh ganz okay.
00:33:28: Sondern auch zwischendurch immer wieder mitkrieg, wie's mir eigentlich geht mit dem Tag, wie er so verlauft?
00:33:35: Wie lang dauert das?
00:33:36: aus deiner Erfahrung, dass man da ... Das Roder immer mehr in der Hand hält, wie man gerade selber durch den Tag
00:33:43: schifft?
00:33:45: Hm!
00:33:46: Wie lang dauert das?
00:33:46: Das würde auch wieder sagen, sehr individuell.
00:33:49: Und eben auch sehr abhängig von unseren Prägungen, die ja eben auch wieder so individuell sind.
00:33:55: Aber auch glaubt wenn man da jetzt wirklich im guten Sinne ernsthaft dran ist und eben auch gewisse Dinge für sich regelmäßig umsetzt und übt, glaube ich, dass man auf jeden Fall noch, sage ich mal drei, sechs Monaten auf jeden fall eine Veränderung ganz sicher merken kann, dass wir einfach anders durch den Tag, durch's Leben geht.
00:34:16: Und gibt es ein paar Empfehlungen?
00:34:18: Wir haben schon mal gesagt, das ist individuell.
00:34:22: Das macht den Ayurveda auch aus!
00:34:24: Aber hast du ein paar empfehlungen die man allgemein gültig auf sich umlegen kann, um im rechten Maß sein Leben zu leben und den Tag zugestalten damit es einfach gut geht?
00:34:37: Also was Sie total schön finden ist ja auch so das oder ein Herzstück im Ayurvedes-Morgenritual zu finden Weil, wie man den tag beginnt das macht also bei mir macht es ein riesen unterschied und es muss ja auch gar nicht so lang sein.
00:34:51: Also versteht ihr sie auch in der heutigen zeit dass wir da jetzt nicht eine stunde oder manchmal nicht mehr halbe stunde so was einplanen kann.
00:34:59: Aber auch glaube ich, es reicht schon wenn man zehn, fünfzehn Minuten wirklich so ganz bewusst für sich sich einstimmt.
00:35:05: und auch da wieder individuell ist es Yoga, für manches ist Meditation, für Manches ist auch einfach mal in Gartensätzen mit der Natur verbinden.
00:35:14: Für manche ist es eine schöne Musik zu hören also quasi die Ausrichtung wäre mit mir und meiner Mitte gut in Kontakt zu kommen, so zu spüren wie startet auch in den heutigen Tag vielleicht auch schon mitzukriegen.
00:35:28: Heute bin ich eigentlich gar nicht so fit, heute bin ich eher müde und dass man dann auch versucht den Tag in die Richtung zu gestalten.
00:35:36: Dass man sich da nicht noch mehr einplanen und nicht nochmehr aufhalts, sondern halt wirklich sagt okay nach heute glaube ich muss auch eh etwas schauen das es auch weniger macht.
00:35:46: oder pausen Untertags finde ich auch schön, wenn man es immer wieder abfragen kann.
00:35:52: Wenn sich was zu Mittag so wie geht's mir eigentlich?
00:35:54: Wie ist mein Energie- und Stresslevel, was auch immer.
00:35:58: Und eben am Abend, das sind jetzt schon einige Schritte, wäre natürlich auch schön wenn wir dann einfach so eine Rückschau noch mal machen könnten.
00:36:06: Nichts davon muss lang sein!
00:36:11: Das hat ja verschiedene Schichten, die eine ist... Wie geht's mir grad, und was ergibt sich daraus für meinen restlichen Tag?
00:36:18: Also wie kann ich dann damit umgehen, wenn vielleicht die Energie weniger ist.
00:36:23: Gibt es da noch eine tieferere Schicht, wie dieses Hineinhören wirkt?
00:36:27: und diese Frage in sich – wie gehts mir gerade?
00:36:30: Genau gibt es auf jeden Fall.
00:36:32: Wenn man jetzt auch nochmal zum Nervensystem gehen würde sagen, dass das dazu führt, dass da einfach auch wir Ausgleich stattfinden können sozusagen also, regulierten oder wenn man nennt das ja auch dieses Windows of Tolerance, also in diesen guten Toleranzbereich reinkommt.
00:36:53: Sich selber wichtig zu nehmen und dieses wirkliche Zuwenden von mir selbst ist jetzt nicht doch irgendein Hilfsmittel eben oder indem er zur Massage geht oder so ist sie auch total schön aber wirklich dieses ganz bewusste ich wende mich mir selber zu Nährendes oder erfüllendes, oder stärkendes oder ausgleichendes.
00:37:17: Man ist auch immer dann.
00:37:19: daraus entsteht letztlich glaube ich einfach diese gute Nähe zu uns selbst und da würde doch sagen haben wir die meisten Menschen irgendwann nicht mehr so Erfahrung gehabt wie schön das ist und dass es eigentlich etwas am meisten trägt oder innerlich erfüllt wirklich gute, tiefe Nähe zu uns selber dir unabhängig letztlich von anderen Menschen oder Umständen oder Situationen ist.
00:37:52: Ja das kann man gar nicht so greifen wenn du das so sagst.
00:37:55: aber ich glaube das ist was ganz Tiefes diese Nähe für sich selbst und dass wir sich selber nämlich nicht nur unabhängig von äußeren Umstände sondern auch Wie hab ich denn meinen Tag heute verbracht und vielleicht war was dabei, wo ich nicht so zufrieden bin.
00:38:14: Und dass ich dann in der Lage bin, mich trotzdem so zu mögen und anzunehmen?
00:38:18: Ja.
00:38:20: Ja, auch selbst wirksam.
00:38:22: Ich find das so schön.
00:38:23: Weil wir ja auch bis jetzt starteten im Interview, dass es auch so viele Möglichkeiten gibt, was ihr dann zu diesem Übermaß führt.
00:38:33: Das ist aber wirklich etwas, was unabhängig ist, so und zu spüren kann unabhängig von all diesen Hilfsmitteln oder auch schönen Dingen, die es halt im Außen gibt in mir selber wirksam werden.
00:38:47: So um mir was Gutes zu tun und mich in die eigene Mitte zu bringen... Das ist einfach so schön das wieder zu fühlen, dass es eben unabhängig vom Außen stattfinden kann und so wirksam ist oft viel wirksam.
00:39:04: also das erlebe ich ganz oft wenn Heilung ist immer so ein großes Wort, aber das ist gar nicht ... So die Dinge isst die wir im Außen tun.
00:39:14: Also im Sinne von irgendwelche Therapie-Maßnahmen oder Kräuter?
00:39:19: Das ist natürlich auch alles wichtig, aber am Zentralsten scheint mir diese Zuwendung zu sich selber.
00:39:28: Dass man wirklich sich selbst so im guten Sinn ist, so wichtig und ernst nimmt umso wertvoll nimmt dass man wirklich sich ganz bewusst, sich selber zuwendet.
00:39:40: Und aus dem finde ich auch entsteht so eine ganz andere Kraft letztlich ja dieser Heilungsimpuls in uns selber.
00:39:51: Abschließend aus deiner Praxis heraus und deiner Erfahrung mit deinen Patientinnen was ist denn gerade ein Thema wo du merkst?
00:40:02: Das wird uns generell helfen als Gesellschaft oder da, da könnt man hinschauen und was für uns tun.
00:40:09: Gibt es noch etwas, was du den Hörern und Hörerinnen mitgeben magst?
00:40:15: Also spontan gucken wir jetzt wieso auch dem Blick aufs Ganze nicht zu verlieren.
00:40:21: Wir haben jetzt viel darüber gesprochen wie wichtig ist so dieses eigene Zufinden das eigene richtige Maß oder Gleichgewicht oder sich selber kennenzulernen und dabei aber den Blick aufs Ganze nicht zu verlieren, also im guten Sinne auch das wir eingebunden sind in was Größeres.
00:40:44: Also dass es ja auch was Schönes, was was Halt geben, das was Verbindendes ist, aber dass es auch verbunden ist mit einer gewissen Verantwortlichkeit die wir halt auch im Bewusstsein haben sollten, dass unsere Gedanken unser Handeln einfach auch nicht nur für uns selber Auswirkungen hat, sondern halt auch im Großen eine Auswirkung.
00:41:09: Und das ... Also wirklich Verantwortung in allerbesten Sinne weil wir glaub ich auch konfrontiert sind mit so vielen herausfordernden Situationen in der Welt also dass wir uns dann eben nicht ummächtig fühlen, sondern dass wir wissen mein Wirken in mir selber aber wieso es dann aufs Ganze auf die Welt auswirkt?
00:41:29: Das verändert was ... vielleicht das auch immer wieder herzuholen und dass es ja auch wirklich Kräfte sind, die so potenzieren.
00:41:38: Also im wirklich ganz schönen Sinne auch.
00:41:42: Je mehr es auch jeder Einzelner auf dem Weg macht und das ins Ganze einfließen lässt, desto mehr verstärken sich hier auch diese... Auch wenn sie jetzt mal guten Kräften, die dann auch in der Welt was verändern können?
00:41:57: Super schöne Gedanke!
00:42:00: Lisa, wenn ihr zuerst sagt, ich habe ein Thema und ich möchte gerne mal zu einer Ayurveda-Ärzte meines Vertrauens.
00:42:07: Du hast ja deine Praxis in Salzburg.
00:42:09: Magst du da noch, ob er wollte dazu sagen?
00:42:12: Wie kann man zu dir finden und gibt es spezielle Themen wo du spezialisiert bist drauf?
00:42:19: Genau also Praxis ist direkt in Salzburger Stadt Ja, spezialisiert auf alle Themen.
00:42:27: Aber in den letzten Jahren hat es auch herauskristallisiert, dass halt einfach diese tieferen Themen, die dann viel in die Psyche reingehen.
00:42:39: Dass das schon was ist, was mir sehr liegt und eben Freude macht da wirklich noch einmal als Schicht tiefer.
00:42:46: zu schauen und auf körperlicher Ebene wirklich alles, also ob alle möglichen eben chronische Erkrankungen schon erwähnt habe.
00:42:54: Aber auch was immer mehr kommt die ganzen verschiedensten Verdauungsthematiken, auch Immun-, Autoimmun-Themen, Stoffwechselthemen... Also da bin ich noch eigentlich sehr breit aufgestellt.
00:43:08: aber so auch glaubt man Ja, das was momentan wirklich so mein viel Interesse und meine Freude hingeht ist auch wirklich nochmal eine Schicht tiefer zu schauen.
00:43:19: Was steht denn noch einmal neben dem körperlichen auf der psychischen Ebene auch dahinter wenn gewisse Symptome sich sogar nicht gut beeinflussen lassen?
00:43:33: Ich verlinkt dann natürlich die Website zu deiner Praxis und die Kontaktdaten in den Show-Notes.
00:43:39: Lisa, vielen, vielen Dank für deine Zeit.
00:43:42: Und dass du uns heute Einblicke geben hast zum Thema das richtige Maß und wie sie da euer Wetter- und Traumotherapie gut ergänzen?
00:43:50: Vielen, vielen dank für deine Fragen, dein Interesse und das Interview!
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