#89 Authentizität & innere Sabotage – warum wir uns selbst im Weg stehen

Shownotes

Authentizität hat für mich etwas mit Souveränität mir selbst gegenüber zu tun. Und wenn diese fehlt, kostet uns das im Leben ungemein viel Kraft. In dieser Folge möchte ich dem Thema auf die Spur kommen – und der Frage, warum wir uns manchmal selbst so im Weg stehen, wo wir doch eigentlich eine ganz genaue Vorstellung davon haben, wie wir sein möchten.

Wir schauen uns an, was Authentizität mit unserer schöpferischen Kraft zu tun hat, welche Mechanismen aktiv werden, wenn wir uns selbst sabotieren – und wie wir immer wieder in ein tiefes Ankommen bei uns selbst zurückfinden und unseren ureigenen Ausdruck in der Welt finden.

Das nimmst du dir mit:

🌿 Was Authentizität aus ayurvedischer Sicht wirklich bedeutet 🌿 Die drei Wurzeln innerer Sabotagemechanismen 🌿 Warum unsere „inneren Räuber" uns schützen wollen 🌿 Warum wir Kompensationsmuster nicht dort lösen, wo sie auftauchen 🌿 Was uns hilft, wieder bei uns anzukommen: Sattva, Reflexion und der innere Ruf 🌿 Wie daraus ein Business aus deiner Urnatur wächst

Diese Folge lädt dich ein, mit Sanftheit statt mit Härte auf deine eigenen Muster zu schauen – und darin nicht einen Fehler zu sehen, sondern eine Einladung.

──────────────

🗓️ Dharma Haus Online-Kongress – 19. September

Genau diese Themen vertiefe ich beim Dharma Haus Online-Kongress. Mein Vortrag: „Authentizität & Sichtbarkeit – der Ayurveda-Weg." Gemeinsam mit vielen wunderbaren Stimmen aus Ayurveda, Yoga und Jyotish.

👉 Alle Infos und Anmeldung: dharmahaus.com/kongress

──────────────

🗓️ ONLINE-WORKSHOP 24.9.2026: MARKETING OHNE SOCIAL MEDIA – Finde deinen Weg Am 24. September gebe ich dazu einen Workshop in kleinem Rahmen mit maximal acht Teilnehmerinnen.
👉 Alle Infos hier: www.feuerherdt.at/marketing-workshop-reichweite

──────────────

Mehr über meine Arbeit und ein Business aus deiner Urnatur: www.feuerherdt.at

Transkript anzeigen

00:00:00: wie habe ich mich denn heute an diesem Tag versorgen können?

00:00:04: Weiter für mich.

00:00:05: da habe ich mir gut versorgt.

00:00:08: Und wenn das nicht der Fall ist, dann kommt es immer wieder zu Ausbrüchen und Kompensationsmechanismen wo wir uns dann das geben, was wir uns vorher nicht geben konnten.

00:00:23: Herzlich willkommen bei Verstehe Eier.

00:00:25: weder verstehe dich mit mir Ursula Feuerherd.

00:00:30: Authentizität hat für mich etwas mit Souveränität mir selbst gegenüber zu tun Und wenn man so das Leben geht, spart man ungemein viel Kraft.

00:00:42: In der Folge möchte ich dem Thema Authentizität auf die Spur kommen.

00:00:47: und warum wir uns manchmal selber so im Weg stellen, wo wir doch eigentlich eine genaue Vorstellung davon haben wie wir es sein möchten?

00:00:55: In dieser Folge schauen wir uns an was Authentzität mit schöpferischer Kraft zu tun hat, was so typische Mechanismen sind, die aktiv hören, wenn wir uns selbst sabotieren und wie man wieder in ein tiefes Ankommen bei sich selbst zurückkommt, unseren ureigenen Ausdruck in der Welt findet.

00:01:17: Wenn du neu hier bist bei mir im Podcast geht's um Leben und Business aus deiner Urnatur, um authentisches Marketing und Aiweda!

00:01:26: Bevor es losgeht noch meine Bitte an dich, klickt gerne auf Folgen damit du keine neuen Episoden verpasst und hinterlas mir eine Sternebewertung wenn du den Podcast unterstützen möchtest.

00:01:38: Ich wünsche dir viel Freude beim Hören der Folge!

00:01:45: Und bevor wir in das Thema heute einsteigen Authentizität- und innere Sabotagemechanismen möchte ich dir kurz zwei Bilder zeichnen warum ich das überhaupt als Thema gewählt habe und wie ihr das helfen kann.

00:02:00: Du kennst wahrscheinlich Situationen aus deinem Alltag, wo du im Nachhinein richtig glücklich warst.

00:02:08: Ein schwieriges Gespräch ist gelungen?

00:02:10: Wo du im Vorhineinen ein mulmiges Gefühl gehabt hast oder du hast dich eine neue Herausforderung gestellt und die gemeistert?

00:02:19: Oder du hast einfach dein Bestes geben und kannst am Abend müde und glücklich ins Bett fallen.

00:02:25: Ja, und das sind Situationen wo wir uns dann im Nachhinein denken ja!

00:02:30: Das ist meine beste Version.

00:02:32: So bin ich in meiner vollen Kraft und ich mag mich so.

00:02:37: Und dann kennst du wahrscheinlich auch andere Tage.

00:02:40: Du bist super einen Tag gestartet.

00:02:42: Yes heute kann nichts passieren Ich bin total stabil Und dann kommt alles ganz anders.

00:02:49: und aus dem Tag der so stabil gestartet wird ein Tag der deine Geduld herausfordert, der dich in schwierige Situationen bringt.

00:02:59: Dein Tagesplan ist sowieso schon lange übern Haufen geschmissen.

00:03:03: und dann abends wenn alles geschafft ist und du nur so einen inneren Frust spürst über das was passiert ist Dann wird die Glotze angemacht Die Snack-Schublade wird geplündet Und du verbringst den Abend im Zustand von dumpfen abschalten.

00:03:23: Das hast du da kompensiert und hast dir am Abend das gegönnt, was dir untertags nicht möglich war.

00:03:30: Nämlich abschalten, kurz mal ausklinken und für dich da sein.

00:03:35: All das ist nicht möglich gewesen und deswegen kompenziere man das!

00:03:40: Und da greifen wir dann leider oft zu Mitteln die uns eigentlich nicht zuträglich sind... ...und diese Kompensationsmechanismen, diese sabotage Mechanismen Die kann man sich nicht nur im Kleinen anschauen, wenn man auf so einen Tag schaut.

00:03:57: Sondern das passiert auch in ganz großen Lebensphasen.

00:04:03: Zum Beispiel, wenn wir in der Kindheit ein Muster gelebt haben, wir mussten brav sein, wir müssten leise sein... Wir haben vielleicht nicht das machen dürfen, wo noch unser Ur selbst schreit.

00:04:16: Und damit meine ich den Anteil in uns, der schüpferisch tätig sein möchte.

00:04:21: Zum Beispiel tanzen, zeichnen draußen Wildspielen in der Natur.

00:04:27: und wenn wir sowas als Kind unterdrücken mussten dann schreit auch das nach Kompensation weil wann immer wir den Deckel drauf halten und unser Wesen verstecken und des verdrängen was sich ausdrücken möchte Dann wird es unter ein Teppich gekehrt, aber irgendwann verschafft sich das wieder Luft.

00:04:48: Das ist nicht weg!

00:04:49: Also dieser Wunsch noch Ausdruck nach unserem ureigenen Ausdruck der ist immer da.

00:04:57: und dieses schöne schöpferische Selbst – das meine ich mit authentischem Selbst.

00:05:10: Warum hilft uns das im Business- und im Leben?

00:05:14: Authentisch sein Wenn man authentisch sein gleichsetzt mit bei sich sein, das ist übrigens auch die ayurvedische Definition für Gesundheit.

00:05:26: Es war es da im Selbstruhen dann versteht sich von selbst dass das Stabilität bringt.

00:05:34: also man kennt Sich, man kennt seine eigenen Grenzen was man geben kann und möchte.

00:05:41: Man kennt seine Qualitäten, man weiß wie man die eigene Energie am besten einsetzt bis wohin sie reicht.

00:05:50: Und wenn wir so authentisch uns stabil dastehen dann sind wir automatisch ein Vorbild und eine Inspiration für andere.

00:05:59: In Richtung Kunden gedacht hilft es auch dass man immer besser helfen kann, weil je besser man die eigenen Muster kennt desto mehr kann man sie trennen von dem was bei den Kunden los ist.

00:06:15: Wenn die Muster noch so aktiv sind und so integriert in unser Denken und das sind wie eins mit uns wir verwoben dann ist es unsere Brille mit der wir auf die Welt schauen und das heißt Wir projizieren das auch auf das was wir von unseren Kunden hören.

00:06:33: Und je besser wir mit uns arbeiten und bei uns wirklich kennen, was sind meine Muster?

00:06:39: Dann kann ich das ganz bewusst trennen von dem, was ich bei meinen Kunden erliebe.

00:06:44: Also authentisch sein hilft ganz viel im privaten Business.

00:06:48: Wir werden einfach bessere Dienstleister, bessere Partnerinnen, besseren Mamas – und es geht uns vor allem auch besser!

00:06:58: Speziell in Business geht's uns auch deswegen besser weil unseren Wert kennen.

00:07:04: Also im Business schafft es ganz viel Klarheit, auch über die Arbeitsweise wie wir mit unseren Kunden umgehen, wie wir in Business mit uns selber umgehen und wie wir uns im Marketing authentisch nach außen zeigen können.

00:07:19: Dann schauen wir mal auf das zweite Bild nämlich diese inneren Sabotagemechanismen.

00:07:25: jetzt haben wir ja über den Wunschzustand gesprochen und warum der erstrebenswert ist Und in der Realität kommen uns dann ganz oft unsere eigenen Räuber in den Weg.

00:07:38: Die inneren Saboteure, die inneren Drill Sargents und alles was wir externalisieren und dafür verantwortlich machen dass wir nicht weiterkommen auf unserem Weg.

00:07:54: Woher kommt es eigentlich?

00:07:58: Ich bin meinem Leben ein selbstschädigendes Muster gehabt, das mich jahrzehntelang begleitet hat und ganz tief belastet.

00:08:07: Ich habe eine Binge-Eatingsstörung gehabt.

00:08:11: Das heißt ich hab regelmäßig in meiner schlimmsten Phase mir einfach die Woche S-Attacken gehabt wo ich über Stunden gegessen habe und mich auf Tage danach noch ganz... schlecht gefüllt habe, wo mein Verdauung sich nicht erholt hat.

00:08:33: Ja es war ein schrecklicher Zustand.

00:08:36: Es war etwas dem ich mich ausgeliefert gefüllt hab.

00:08:41: Das hat mich attackiert überkommen.

00:08:43: Ich hab's nicht kommen gesehen und nicht verstanden was herkommt.

00:08:47: Ich habe versucht es wegzusperren mit Disziplinen daran zu gehen körperlich als mögliche ausprobiert, versucht meine Ernährung so zu ändern dass das nicht mehr kommt aber nichts hat geholfen.

00:09:05: In meinem Leben war es ein Kompensationsmechanismus der mir geholft hat und zwar im Umgang mit mir.

00:09:13: Der hat diskompensiert wo ich mit mir absolut lieblos war.

00:09:19: Ich wusste einfach nicht mich selbst zu versorgen, mich selber zu nähern, mich zu lieben Und das klingt alles so ein bisschen weich, wie Shibashi.

00:09:33: Aber es hat ganz viel Tiefe.

00:09:36: Dieses Ankommen bei sich selbst, das heißt eine ganz tiefe Annahme und diese Kompetitionsmechanismen, da möchte ich jetzt darauf eingehen woher die kommen?

00:09:47: Das sind nämlich eben keine Charakterfehler auch, keine fehlende Disziplin.

00:09:53: Das sind dann oft Schutzmechanismus eigentlich Sinn machen, wenn man die Essenz davon sieht was sie eigentlich bewirken möchten und die dann sich aber in eine verquerte krankhafte Art oft äußern.

00:10:08: Und wenn du jetzt sagst ich habe aber keine großen sabotage Mechanismen so wie du jetzt erzählt hast von deiner Essstörung die mein Leben wirklich einschränken Lade ich dich jetzt ein dahin zu schauen, weil es gibt nämlich auch ganz viel im Kleinen.

00:10:24: Wo das vielleicht überhaupt nicht auffällig ist oder was was auch viele haben und wir uns denken ja das ist ja eher stückweit normal und es könnte für dein Business zum Beispiel sein dass du ungern über Geld sprichst oder dass du Angst hast dich zu zeigen Oder du das Gefühl hast, du musst es deinen Kunden immer recht machen.

00:10:51: Auf eine Art und Weise von der du selber merkst eigentlich ist es ein Tick zu viel.

00:10:57: So können diese Sarpotagemechanismen ausschauen die verborgen im Kleinen in uns wirken.

00:11:04: Und auch da hilft eben das bei sich ankommen immer mehr authentisch werden dass man die hinter uns lassen und uns drüber erheben.

00:11:14: Und jetzt schauen wir uns an, wo kommen die her?

00:11:24: Wir starten da in der Kindheit.

00:11:26: Also es kommen jetzt drei Wurzeln von solchen Mechanismen und das schauen wir erst mal in die frühe Kindheit!

00:11:35: Wir kommen auf die Welt als intakte Wesen mit unserer Urnatur.

00:11:39: Das heißt unsere Körperlächen und mentalen Konstitutionen mit unseren Gabenqualitäten unsere Lebensaufgabe, die wir in dem Leben Ausdruck verleihen wollen.

00:11:54: Als Kind wissen wir ganz instinktiv fürs Stimmiges was uns gefällt und anspricht wie wir uns ausdrücken möchten Wenn du an ein Kind denkst das man unterbricht beim Spielen.

00:12:06: Spielen ist ein schöpferischer Ausdrucks.

00:12:09: die wollen nicht unterbrochen werden.

00:12:10: Die wären stinkesauer wenn man sie da rausreißt aus dieser schönen Welt wo sie gerade einsehen mit sich und der Umwelt.

00:12:20: Und wir lernen ja auch als Kind, das ist unsere Sozialisierung.

00:12:24: Dass es nicht immer angebracht ist, dass wir unseren gefühlenfreien Lauf lassen und dass es auch gut ist für andere zu denken und was zu geben mitfüllen zu sein usw.

00:12:37: Das ist gut so!

00:12:39: Wenn manchen Kindheiten oder Jeder von uns hat Situationen, wo dieses Belebte in uns diese schöpferische Kraft wenn dir unterdrückt wird.

00:12:50: Dann wird wie ein natürlicher Energiefluss der aus unserer Ausmächte die Lebensenergie des Brauner wird umgeleitet und sucht sich da eine andere Stelle an der sie hervorsprudeln kann.

00:13:03: Wenn man als Kind lernt mein Ausdruck in der Welt ist nicht erwünscht wie zum Beispiel meine Lust am Singen, am Spielen, am Laufen oder die Form wie ich kommuniziere.

00:13:16: Da wird uns quasi diese Teilnahme an natürlichem Lebensprozess wie ausgetrieben.

00:13:23: Wir werden dann wie so gezähmte Tierchen und lernen für uns als Kind weil wir können ja das Außen nicht beeinflussen.

00:13:34: damit ich meine Anerkennung und Liebe bekomme muss sich so und so sein.

00:13:39: Also wir verlernen unser natürlichen Instinkt, was tut uns gut?

00:13:43: Was nähert unser Innerstes selbst unseren schöpferischen Geist?

00:13:48: und so verlern wir unserem Instinkzutrauen.

00:13:53: Das heißt wir sehen nicht mehr im Fluss mit uns, mit unserem Innern, wie wir uns im Außen ausdrücken.

00:14:02: Diese Kraft, die wir dann unterdrücken weil wir uns auf eine bestimmte Art und Weise Verhalten gelernt haben.

00:14:10: Die sucht sich da ein anderes Ventil.

00:14:12: Und so entstehen dann Kompensationen wie über Essen, über Arbeiten, über Kontrolle, überbordende Disziplin.

00:14:22: Da gibt es übrigens auch eine Folge im Podcast zum Thema Disziplin neu gedacht, wie Satva uns zu besseren Entscheidungen führt.

00:14:30: Das ist die Folge vierundsechzig – die passt da gut dazu, wenn ich das Thema interessiere!

00:14:36: Und damit kommen wir auch in die zweite Evolutionsstufe dieser inneren Mechanismen, die uns eigentlich sabotieren als diesen frühen Erfahrungen.

00:14:48: Da vormt sich eben eine innere Stimme, der uns eigentlich beschützen möchte Weil die innere Stimme, die sorgt dafür dass das Leben gut funktioniert.

00:14:57: Dass wir das kriegen was wir möchten, dass wir auch die Zuwendung erhalten die wir brauchen.

00:15:03: Das heißt diese innere stimme dieser inneren Geit der will uns schützen und nicht schaden.

00:15:10: Der wird uns schützen vor Zurückweisungen vor Beschämung vor dem Risiko uns einer Situation auszuliefern die uns schaden könnte.

00:15:19: Und so halten wir dann fest und daraus wären auch interessanterweise oft unsere stärksten Seiten.

00:15:26: Also, wenn Kinder sich in der Kindheit nicht gesehen gefühlt haben oder nicht anerkannt wurden für die Qualitäten, die sie mitbringen – das werden oft Menschen dieser Leistungsgetriebenen, die wollen's der Welt zeigen!

00:15:41: Ich kann das und die suchen Sie die Bestätigung durch ihre Leistung um nur ein Beispiel zu nennen.

00:15:48: Und diese dritte evolutionäre Wurzel, die uns dann in solche Kompensationsmechanismen reintreibt.

00:15:56: Das ist tatsächlich diese blockierte Energie, diese unverdauten Erfahrungen – das nennt man im Ayurveda emotionales Armer – das was sich tief in unser Gewebe eingegraben hat.

00:16:09: Das wirkt tief in unserem Unterbewusstsein.

00:16:13: Es taucht dann immer wieder auf, in Situationen wo was Ähnliches passiert, wo wir wieder gefordert sind und unser alter Schutzmechanismus nach vorn springt und sagt Ich bin da!

00:16:25: Wir machen das so wie immer.

00:16:27: Das hat sich bewährt.

00:16:30: Und das sind dann Gefühle Die Uhr plötzlich auftauchen, wir kennen ihren Ursprung gar nicht mehr wie hinterfragen es gar nicht.

00:16:37: Das hat sich für uns eingebürgert als so funktioniert die Welt.

00:16:43: Diese drei evolutionären Schritte diese Wurzeln von unangenehmen Kompensationsmechanismen, die uns auf gar nicht bewusst sind, die lassen sich auch wieder ausgleichen.

00:16:55: Also unsere intuitive Wahrheit, unsere intuitive Weisheit geht nie verloren und das schauen wir uns jetzt im nächsten Abschnitt an.

00:17:09: Ihr habt ja hier vorhin erzählt von meinem eigenen großen sehr leidvollen Kompensationsmechanismus die Essstörung.

00:17:19: Und das erste wo ich hingeschaut habe ist was mache in dem Moment wo es auftritt?

00:17:24: wie könnte ich mich ablenken?

00:17:26: Was kann ich tun damit ich dann nicht zum Essen greife?

00:17:31: Und das ist typischerweise, wo wir hinschauen.

00:17:33: Nämlich an der Stelle, wo das Ventil dann platzt und wo die Energie rauskommt.

00:17:40: Wenn man jetzt das andere Beispiel nimmt zum Beispiel das Überessen am Abend oder wenn man einen Manager denkt, der die ganze Woche kontrolliert sein muss, der sie dann am Wochenende des eine oder andere Glaswein so viel könnte da ist man dann geneigt eben dorthin zu schauen was auftritt.

00:18:00: Dabei liegt die Wurzlehre ganz woanders.

00:18:04: Wir haben ja einen vierundzwanzigstunden Tag und wir haben uns das Leben hinter uns, wir haben ein Umfeld, das uns beeinflusst.

00:18:11: Und wenn man auf diese Situation zum Beispiel schaut am Abend nach einem stressigen Tag überkompensieren mit Snacken, mit Fernsehen, mit etwas, wo wir unseren Geist scheinbar abschalten können... Geht es hinzuschauen, was war denn untertagslos?

00:18:29: Wie habe ich mich heute an diesem Tag versorgen können?

00:18:33: Habe ich mir mit Essen versorgt.

00:18:35: Habe ja ein gutes Mittagessen gehabt.

00:18:38: Wie ging's mir in Situationen die mich gefordert haben?

00:18:41: Bin ich da über meine Grenzen gegangen?

00:18:44: Was war die Woche vorher los?

00:18:46: Was waren die Tage davor los?

00:18:48: War der für mich da, hab' ich mir gut versorgt?

00:18:52: und wenn das nicht der Fall ist dann... kommt es immer wieder zu Ausbrüchen und Kompensationsmechanismen, wo wir uns dann das geben was wir uns vorher nicht geben konnten.

00:19:05: Und mit meiner Essstörung war das Faszinierende dass Ayurveda mir da geholfen hat und zwar auf eine Weise ohne dass ich da viel intellektuell hinschauen musste auf genau dieses Muster um.

00:19:19: wo kam es her?

00:19:20: Was war in der Kindheit los?

00:19:23: Die meiste Arbeit die ich da bewältigt habe, bis sich das Muster aufgelöst hat war erst mal wieder körperliche Stabilität reinzubringen.

00:19:33: Ich war in einer chronischen Verdauungsstörung, also mein Verdauenssystem hat gestreikt.

00:19:42: Es haben sie dadurch diverse ... Begleiterscheinungen eingestellt, wie zum Beispiel Acne, wie z.B.

00:19:50: depressive Verstimmungen abends, Energielosigkeit Gewichtszunahme.

00:19:57: und der Ansatz im Ayurveda war körperlich und mental stabilität reinzubringen Und ich habe mir da alles gegönnt was zu holen war.

00:20:09: mein Durchbruch war der Tag an dem wieder eine Essattacke auftrat.

00:20:16: Und ich dann nicht in das Gefühl kam, dass sonst immer auftrad nämlich du bist furchtbar wie kannst du nur warum machst du das schon wieder?

00:20:31: Also diese große Selbsturteilung, diese große Scham Das kam nicht und stattdessen war es wie ein liebevolles an die Hand nehmen.

00:20:43: Ich verstehe die Ursula, ich verstehe was die letzten Tage los war und warum du jetzt in einer Not warst und wieder zu deinem alten Mittel greifen musstest.

00:20:56: Ihr hattet damals eine ganz tolle Eier wie der Lehrerin und zwar Marilyn und die startet mit Satva.

00:21:06: Satva ist die Qualität, die Klarheit, Weisheit, Liebe Balance, Ausgeglichenheit in unser Leben bringt.

00:21:16: Das ist eine mentale Qualität und immer wieder gibt es eine Zauberformel wie man sein Leben führen kann um im Balance zu bleiben.

00:21:27: Und das sind diese drei mentalen, diesen Mahagunas die großen geistigen Eigenschaften.

00:21:33: Die sind da.

00:21:34: in einem acht Stunden Rhythmus geben sich die Hand und zwar acht Stunden Schlaf.

00:21:40: Schlaf steht für Tamas.

00:21:41: Das ist Trägheit, Dummheit, Dunkelheit auch alles was uns zur Ruhe kommen lässt also geistiges Abschalten.

00:21:50: Dann acht Stunden Arbeit das ist Rajas die.

00:21:55: es steht für Leidenschaft Aktivität alles wo wir etwas wollen was erreichen wollen wo wir aktiv im Leben sind.

00:22:04: Und acht Stunden Freizeit und das wäre satt war, also Aktivitäten in einem satwischen Mindset.

00:22:12: Und ein satwisches Mindset ist alles wo wir achtsam sind Wo wir uns Dinge gönnen, die uns wirklich nähern wie in der Natur sein, meditieren, Yoga machen.

00:22:25: Uns ein schönes Essen gönne, schöne Gespräche gute Gesellschaft Ein gutes Buch lesen All das ist Freizeitaktivität Die uns von Innen im tiefsten nähert.

00:22:38: Ja und ganz wichtig auch alles was uns Schöpferischen nährt Also wo wir unsere schöpferische Ausdruck in die Welt bringen können, wie zum Beispiel Malen, Singen, Tanzen wo wir uns ausdrücken können.

00:22:52: Das ist auch für unsere Kinder so wichtig als Gegenpol zur Bildschirmzeit also nicht immer was reinpacken in den Geist sondern wir wollen uns ausdrücken.

00:23:07: Also ihr wiederbringt körperlich um Mentalstabilität ins Leben und Ich möchte jetzt nochmal ganz explizit sagen, dass allein nur das – nur unter Anführungszeichen – dazu geführt hat, dass ich irgendwann keine Essertacken mehr haben musste.

00:23:26: Ich konnte mich so liebevoll an der Hand nehmen und ohne intellektuell das ganze Feld aufzutröseln ist diese Störung gegangen von der ich dachte, ihr habt sie mein Leben lang und ich werde immer drunter

00:23:40: leiden.".

00:23:42: Und dennoch, natürlich bin ich dafür das auch intellektuell anzuschauen.

00:23:47: Weil alles was wir aus dem Dunkel, also unserem Unterbewusstsein ins Licht holen, das kann sie transformieren.

00:23:55: und da ist gut wenn man sich gute Gespräche sucht von Menschen mit Erfahrung, Mit Lebenserfahrung, mit Lebensweisheit dann seinem Umfeld schaut weil man sie vielleicht auch Hilfe und Beratung holt Und man kann für sich ganz viel reflektieren über Journaling zum Beispiel oder auch die eigenen Träume beobachten.

00:24:18: Die Träumen sind die Botschafter des Unterbewusstseins und haben auf ganz faszinierende Botschaften für uns, dann ist es ja gut wenn wir das eigene Leben aus der Vogelperspektive anschauen.

00:24:32: in welcher großen Lebensphase stecke ich gerade?

00:24:36: Wir stehen mit zwanzig Andersdauer wie mit Mittevierzig.

00:24:40: Das sind große Lebensphasen und es ist ganz normal, dass man mit zwanzig nur Unsicherheiten hat.

00:24:46: Dass da noch ganz viele alte Kindheitsmuster ganz aktiv sind.

00:24:52: Und reflektieren hast auch die eigenen Gedanken- und Gefühle intellektuell zu durchdringen.

00:24:59: Dass man sich bewusst macht.

00:25:01: das Gefühl also ich fühl mich jetzt gerade Ich bin frustriert, ich bin wütend.

00:25:07: Ich bin deprimiert und traurig.

00:25:11: Gefühle werden von Gedanken ausgelöst und dass man da hinschaut... Welche Gedanken habe ich denn die diese Gefühlen verursachen?

00:25:22: Und im nächsten Schritt welche Erfahrungen oder alten Prägungen sind dann für diese Gedanken verantwortlich Und durch welche unverdauten Erfahrungen aus der Vergangenheit ist es bei mir zur Muster geworden.

00:25:38: Ein Erfahrungsmuster, das so tief drinnen ist, dass ich gar nicht mehr merke, dass das ein Gedankengang ist, der automatisch kommt.

00:25:48: und schließlich das Wichtigste und meine Hauptbotschaft die uns in Richtung Authentizität bringt und auch innere Sabotagemechanismen irgendwann versiegen lässt dass wir unserem inneren Ruf folgen.

00:26:06: D.h.,

00:26:06: dass wir unsere Urnatur leben, dass wir unserer schöpferischen Kraft den Ausdruck verleihen – denn sie sich wünscht das was uns nähert machen, unseren schönsten Ausdrucks in der Welt finden.

00:26:21: und das wünsche ich dir so von Herzen, dass du dort ankommst!

00:26:27: Und wenn wir dort ankommen, dann sind wir auch da wo wir unser Dharma wirklich leben können.

00:26:32: Da man heißt aus dem Ayurveda den vedischen Schriften ist es das was unseren Lebenszweck ist und der Purpose in Life.

00:26:41: Das bedeutet dass wir unser Leben sinnvoll nützen, dass wir die beste Version von uns sind und das macht nicht nur uns selbst glücklich sondern auch unser Umfeld!

00:26:53: Die Folge war jetzt eine Relativ hohe Flughöhe eher philosophisch aufs eigene Leben geschaut.

00:27:00: Und ich hoffe es war genug Praktisches für dich dabei, dass du dir da was mitnehmen kannst, inspiriert bist bei dir hinzuschauen und die eigenen Muster zu entknoten.

00:27:11: Ich wünsche dir dabei ganz viel Freude am Weg!

00:27:15: Hinterlausst mir gerne ein Kommentar, was bei dir hängengeblieben ist und was dich inspiriert, was du in deinem Leben schon entdeckt hast.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.